Schweizer Fasnachts-Chüechli

Jedes Jahr um die Fasnachtszeit herum werden Fasnachtsküchlein gebacken.

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Schweizer Fasnachts-Chüechli

Auch ein Klassiker aus der Schweizer Küche, der zur Fasnachtszeit nicht fehlen darf. Je nach Region nennt man das Gebäck anders: 
"Fasnachtschüechli", "Fasnachtskiechli", "Chneublätz", "Eierröhrli" oder "Öhrli", "Chilbiblätz", "Merveilles" im französischsprachigem Teil oder "Frittelle di carnevale" im italienischsprachigem Teil der Schweiz.

Schwierigkeitsgrad

Zubereitung
einfach
Die Zubereitung vom Teig ist relativ einfach. Aber mit dem dünnen Teig muss man sehr vorsichtig sein, damit er nicht kaputt geht.

Persönliche Bewertung

Geschmack
Die von uns gebackenen Chüechli haben praktisch nach nichts geschmeckt und waren zu fettig. 

Persönliches Rating

Ich ziehe zwei Sterne ab, da mir die Chüechli zu fettig sind. Man sollte sie nur sehr kurz ins Fett halten oder ohne Frittieröl backen können.

Historisches & Interessantes

Fasnachtsgebäck mit langer Tradition

Zur Fasnachtszeit wird dieses Gebäck, das aus Mehl, Salz, Zucker, Ei und Rahm gefertigt wird, in den Bäckereien und bei Supermärkten wie Migros und Coop angeboten. Wenn man den Teig ganz dünn mit einem Nadelholz auswallt, erhält man beim Frittieren die typischen Blasen. Abgerundet wird das Knabbergebäck mit Puderzucker.

Der Ursprung reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1445 hiess es im Frauenkloster Klingental in Basel wieder einmal wie vor jeder Fastenzeit, alle verderblichen Vorräte wie Schmalz (Schweinefett), Eier und Rahm dringend zu verbrauchen. Danach galt für 40 Tage absolute Enthaltsamkeit. Die Fasnachtskiechli wurden 1145 historisch erstmals schriftlich erwähnt und das in den Akten von besagten Kloster. 

Während dieser Vorfastenzeit entstanden viele Spezialitäten, die mit Fett gebacken wurden. Dazu zählen auch Faschingskrapfen, Schenkeli genannt und die Fasnachts-Chüechli.

Die knusprigen Küchlein gehören traditionell zur Basler Fasnacht. Während der «drey scheenschte Dääg» traf man sich schon im 18. Jahrhundert zum gemeinsamen Schlemmen. Eine alte Quelle berichtet von feiernden und umherziehenden Cliquen, die so lange vor den Häusern Lärm machten, bis man sie ins Haus bat. Dort servierte man ihnen ein FasnachtsCchüechli und ein Glas Weisswein.

Zur Basler Fasnacht werden noch weitere typische Speisen und Gebäcke konsumiert. Dazu gehören Fastenwähen, Mehlsuppe, Käse- und Zwiebelwähen.

Quelle: bilanz.ch, patrimoineculinaire.ch

Chneublätze

Das Gebäck ist nicht von ungefähr auch als Chnü-Blätze oder Kniekrapfen bekannt. Es gibt eine spezielle Zubereitungstechnik: der Teig wird auf dem Knie gedehnt und flachgedrückt. Man sagt, der Teig müsse hauchdünn sein, so dünn, dass man „eine Zeitung hindurchlesen“ könne.

Quelle: patrimoineculinaire.ch

Was ich bei der Zubereitung gelernt habe:

Allgemein
Interessant war zu sehen, wie dünn man einen Teig machen kann, ohne dass er kaputt geht.
Im Gegensatz zum Rezept haben wir den Teig nicht noch extra mit den Händen dünner ziehen müssen. 

Bewertung
Wir hätten extrem viel Puderzucker auf die Chüechli machen müssen, damit sie irgendwie einen Geschmack bekommen hätten. Zudem waren sie sehr fettig, was ich nicht mag.

Spass hat gemacht...
den Teig ganz dünn auszuwallen. Es sah fast aus, als würde er reissen. Tat es aber nicht.

Schwierig war...
In der Pfanne ist der Teig manchmal aufeinander geklappt.

Das könnte man besser machen...
Den Teig sollte man nur ganz kurz frittieren, damit er weniger Fett aufnimmt.
Um den Geschmack zu verbessern, sollte man noch andere Zutaten wie Vanillezucker hinzufügen.

Verbesserungstipps

Den Teig kann man geschmacklich verbessern:

  • in dem man ihn mit flüssiger oder weicher Butter vermengt,
  • Vanillezucker hinzufügt
  • und zusätzlich noch etwas Abrieb einer Bioorange hineinreibt.

Statt dem Rahm verwenden einige auch Milch. Und statt Vanillezucker kann man auch Zucker oder beides verwenden.

Quellen: Youtube.compatrimoineculinaire.ch

Rezept

Schweizer Fasnachts-Chüechli

Vorbereitung 1 hour
Ruhezeit 30 minutes
Gesamt 1 hour 30 minutes
Gericht Backwaren, Dessert
Küche Schweiz
Portionen 4 Portionen
Kalorien 465 kcal

Equipment

  • 2 Schüsseln
  • 1 Messbecher
  • 1 Schwingbesen
  • 1 Schaumkelle
  • 1 Wallholz
  • 1 Brattopf oder Fritteuse
  • Haushaltspapier
  • 1 Teesieb

Zutaten
  

  • 220 g Mehl
  • 2 Prisen Salz
  • 5 EL Rahm
  • 2 Eier
  • Frittieröl
  • 4 EL Puderzucker

Zubereitung
 

Teig zubereiten

  • 220 g Mehl und 2 Prisen Salz in eine Schüssel geben.
  • 5 EL Rahm und 2 Eier in einen Messbecher geben und mit dem Schwingbesen verrühren.
  • Den mit Eiern verrührten Rahm mit in die Schüssel giessen und vermengen.
  • Den Teig nun gut von Hand kneten. Wenn er glatt und geschmeidig ist, kommt er in eine heiss ausgespülte Schüssel.
  • In dieser Schüssel muss der Teig ungefähr 30 Minuten ruhen.

Teigstücke vorbereiten

  • Aus dem geruhten Teig 16 baumnussgrosse Kugeln formen.
  • Jede Teigkugel auf wenig Mehl mit dem Wallholz sehr dünn auswallen.
  • Danach noch jedes Teigstück von Hand ausziehen, bis es so dünn wie Papier ist und anschliessend auf etwas Mehl legen.

Frittieren der dünnen Teigstücke

  • Einen Brattopf oder Fritteuse mit dem Frittieröl bis knapp zur Hälfte füllen.
  • Das Öl auf der grössten Stufe auf 160-180 °C erhitzen und danach auf die mittlere Stufe zurückschalten.
  • Ein papierdünnes Teigstück vorsichtig in das heisse Öl geben und auf beiden Seiten goldgelb frittieren.
  • Das fertig frittierte Fasnachts-Chüechli mit der Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen. Dann auf eine Platte mit Haushaltspapier legen.
  • Die letzten beiden Vorgänge für die restlichen 15 Teigstücke wiederholen.

Fastnachtschüechli fertigstellen

  • Die 4 EL Puderzucker gleichmässig über die abgekühlten Fasnachts-Chüechli mit dem Teesieb darüberstäuben.
  • Die Fasnachts-Chüechli können nun serviert werden. En Guete!

Video

Keyword Backwaren, Kuchen, Süss, Süssigkeit

Bildquellen: Eigene Fotos, yayimages, freepik

Jedes Jahr um die Fasnachtszeit herum werden Fasnachtsküchlein gebacken.

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